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Go+plus: Unser pädagogisches Konzept

Bei der Konzeptentwicklung des GO+plus orientieren wir uns an den Ergebnissen der neueren Hirnforschung (Spitzer u. a.) und der Schulpsychologie (bdp, Weiß u.a.). Für uns ist bedeutsam: „Schulerfolg wird wesentlich bestimmt durch nicht-kognitive Merkmale wie Lernbereitschaft, Leistungsmotivation, schriftsprachliche und sprachliche Vorkenntnisse, Differenziertheit und Ausprägungsgrad von Interessen, sozialen Anpassungstechniken, Angst, psychischer Stabilität, helfende Unterstützung im Elternhaus“ (Prof. R.H.Weiß auf dem 17. Bundeskongress für Schulpsychologie 2006, Köln). Damit unterscheiden wir uns in der Zugehensweise von dem klassischen QM-orientierten Input-Output-Ansatz.


Unser Rahmen

Basierend auf den rechtlichen Vorgaben der APO-SI § 3, Abs. 3-4 richten wir eine eigene GO+plus-Schiene ein, und zwar verbindlich für die Jahrgänge 5.2 und 7.2. Der Jahrgang 5.2 eignet sich für unsere Fördermaßnahmen besonders gut, da die neuen Schüler sich zu diesem Zeitpunkt in die Organisation unserer Schule eingelebt haben und offen für eine weitere Integration sind. Die Lehrkräfte haben ihrerseits mittlerweile die Interessen, Stärken und Schwächen der ihnen anvertrauten Schüler kennen gelernt und können konkrete Empfehlungen aussprechen. Nach weiteren 1 ½ Jahren gilt es, sich zu verfestigen drohende negative Bewertungskreisläufe durch vermehrte Kompensationsangebote aufzubrechen und eine zufriedenstellende Schullaufbahn zu ermöglichen.
Alle anderen Schüler unserer Schule können das Angebot freiwillig nutzen, sofern die Module (dazu später) über freie Kapazitäten verfügen und für weitere Zielgruppen of-fen sind. Diese Zeitschiene umfasst zwei Schulstunden (14:30 – 16:00 Uhr) am Nachmittag. Wir fühlen uns der Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fertigkeiten eines jeden einzelnen Schülers verpflichtet; die Teilnahme ist daher für alle Schülerinnen und Schüler der oben genannten Jahrgangsstufen verbindlich. Zugleich wird negativen Zuschreibungen und Ausgrenzungen vorgebeugt. Die Teilnehmerzahl der ein-zelnen Module soll den Richtwert 14 – 15 nicht übersteigen, um den Einzelnen gerecht werden zu können. Die Teilnahme schließt mit einer Bescheinigung auf dem Zeugnis ab.


Unsere Ziele

Im Rahmen der individuellen Förderung wird jede Schülerin, jeder Schüler in erster Linie als Mensch gesehen! Unser GO+plus-Angebote sind darauf ausgerichtet, die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung der uns anvertrauten Schüler zu fördern. Je nach Inhalt zielen unserer Module auf die Weckung von Fähigkeiten, die Weiterentwicklung von Fertigkeiten oder dienen der Aufarbeitung von Defiziten. Die Module der ersten Fächergruppe (Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen) beinhalten sowohl kreative und Neugierde weckende Zugänge zum Lerngegenstand als auch Möglichkeiten zur Aufarbeitung von Lerndefiziten.
Alle unsere GO+plus–Angebote stehen unter der Maxime eines ressourcen-orientierten Vorgehens, abgeleitet aus den Prinzipien der humanistischen Psychologie. Wir knüpfen an den Stärken und Fähigkeiten des Schülers an und führen diese behutsam und konsequent weiter. Ehrliche Anerkennung, klare Rückmeldung und transpa-rente Anforderungen führen dazu, Schule als positiv besetzten Lebensraum wahrzu-nehmen und so – im Transfer – erfolgreich den Schulalltag bewältigen zu können.